Antikensammlung Berlin: Antike Bronzen in Berlin
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Die Bilddatenbank ‚Antike Bronzen in Berlin’ enthält in der hier vorliegenden Version rund 8200 antike Bronze-, Blei- und Eisenobjekte (Bestände und Verluste) der Antikensammlung – Staatliche Museen zu Berlin. Für die Suche stehen dem Benutzer folgende Optionen zur Verfügung:

Inv.-Nr.

Die neue Bilddatenbank enthält Material aus insgesamt acht verschiedenen Inventaren: Dem seit den Anfängen der Sammlung im 17. Jahrhundert erworbenen und bis 1871 erhaltenen Altbestand entsprechen die 3457 Inventarnummern des Fr.-Inventars. Sie umfassen die 2511 Nummern des 1871 veröffentlichten Bestandskatalogs von Carl Friederichs, Antike Geräthe und Broncen im Alten Museum (1871) mit allen seinen Unternummern. Hinzu kommen die von 1871 bis 1945 erworbenen Bronze-, Blei- und Eisenobjekte des Miscellaneen-Inventars (Misc.) und des 30000er Inventars sowie die in eigenen Inventaren erfaßten Bronzefunde aus den Grabungen der Berliner Museen in Olympia (Ol.-Inventar), Samos (Sa.-Inventar), Milet (M-Inventar) und Didyma (Didyma-Inventar). Einige wenige Metallfunde enthält auch das Inventar der Terrakotten (TC).

In der Bilddatenbank nicht enthalten sind die bereits gut publizierten Helme der Sammlung Lipperheide (L-Inventar), die derzeit in Bearbeitung befindlichen Funde aus Pergamon (P-Inventar) und die seit der Teilung Berlins auf der Museumsinsel in Berlin-Mitte (Inv. 32527 ff.) und im Antikenmuseum in Berlin-Charlottenburg (Jahreszahlen-Inventar) erworbenen oder ohne ältere Inventarangaben aus dem Altbestand nachinventarisierten Bronzen. Ebenfalls nicht in die Datenbank aufgenommen wurden die nicht mehr in den älteren Inventaren identifizierbaren Objekte mit Hilfsnummern (x, Y, Ü).

Gattung

Für die Suche nach Gattungsbegriffen steht ein Auswahlmenü zur Verfügung. Die Begriffe sind möglichst weit gefaßt. Eine Vereinheitlichung aller Einträge war nicht möglich. Es wird daher empfohlen, nach Bedarf verschiedene Suchbegriffe einzugeben oder in Ergänzung dazu auch im Titelfeld zu suchen.

Titel

Das Titelfeld eignet sich am besten zur Freitextsuche, z.B. nach konkreten Begriffen wie „Fibel“, „Handspiegel“ und „Netznadel“ oder nach Namen wie „Diana*“, „Jupiter*“ oder „Minerva*“. Durch das Anhängen eines Sternchens (Trunkierung) erhöht sich die Trefferzahl. Wo die betreffenden Objekte als sicher identifiziert gelten können, hat der Bearbeiter von Fall zu Fall den übernommenen Inventarbucheintrag dem modernen Sprachgebrauch angepaßt, eine ungefähre Datierung bzw. kunstlandschaftliche Zuschreibung („archaisch“, „klassisch“, „hellenistisch“, „römisch“ bzw. „etruskisch“, „phrygisch“, „sardisch“ etc.) eingefügt sowie die Funktionszuschreibung an den aktuellen Kenntnisstand angeglichen. Bei unzureichend dokumentierten Verlusten wurde hingegen in der Regel nur eine kurzgefaßte Beschreibung nach Friederichs bzw. der Wortlaut des Inventarbucheintrags übernommen.

Provenienz

Hier werden die überlieferten Provenienzangaben unter den Qualifikatoren ‚Erwerbungsort’, ‚Fundort’ und ‚Herkunft (allgemein)’ angegeben. Eine Vereinheitlichung der Dateneingabe im Sinne einer eindeutigen Abgrenzung zwischen den beiden letztgenannten Begriffen war nicht in jedem Fall möglich. Manche der in C. Friederichs’ Katalog stereotyp wiederholten Provenienzangaben, wie etwa ‚Kleve’ oder ‚Pompeji’, sind heute in Frage zu stellen. Auf falsche Fundortangaben bei neuzeitlichen Bronzen wird im Feld ‚Bemerkung’ hingewiesen. Funde aus Olympia, Samos, Milet und Didyma lassen sich in geringerer Zahl auch außerhalb der entsprechenden Spezialinventare finden. Suchabfragen sind außer nach Orten auch nach heutigen Ländernamen möglich, wobei aber zu berücksichtigen ist, daß die uneingeschränkte Suche nach „Deutschland“, „Italien“ oder „Griechenland“ eine sehr hohe Trefferzahl erreicht.

Erwerbung von

Das Feld enthält jeweils in zeitlicher Reihenfolge die Namen aller bekannten Vorbesitzer, Sammler, Kunsthändler, Vermittler und Käufer. Die häufig prominenten Persönlichkeiten (Monarchen, Politiker, Militärs, Künstler, Wissenschaftler, Diplomaten, Reisende, etc.) wurden soweit wie möglich identifiziert und mit ihren Lebensdaten angeführt. Über die bereits bekannten sammlungsgeschichtlichen Angaben hinaus wurde auch eine größere Zahl meist handschriftlicher Quellen aus den Archiven des Münzkabinetts, der Antikensammlung und des Deutschen Archäologischen Instituts ausgewertet. Für den Altbestand betrifft dies das älteste erhaltene Inventar von 1649 und das Cimeliarchium Brandenburgicum von 1672, das Verzeichnis der Berliner Bronzen von Konrad Levezow (1825), die Listen der Sammlung Koller von Raffaele Gargiulo, die Beschreibungen von Eduard Gerhard in dem 1827 von Theodor Panofka veröffentlichten Katalog der Sammlung Bartholdy, den Katalog der Sammlung Dorow aus dem Jahre 1831, das 1823 begonnene und ab 1840 als Verzeichnis der Miscellaneen fortgeführte alte Inventarbuch sowie eine Liste der 1869 aus dem Nachlaß Eduard Gerhards erworbenen Antiken. Zu den Sammlern des 17. Jahrhunderts und zur napoleonischen Kriegsbeute konnte der Bearbeiter neben den Vorarbeiten von G. Heres auch auf Ergebnisse der jüngeren italienischen und französischen Forschung zurückgreifen. Für die späteren Erwerbungen erwiesen sich insbesondere die im Archiv der Antikensammlung erhaltenen Nachlässe von Karl Anton Neugebauer (1886 - 1945) und Robert Zahn (1870 - 1945) als ergiebig. In den meisten Fällen wird eine Freitextsuche nach Eigennamen das gewünschte Ergebnis erbringen.

Objektstatus

Im Feld Objektstatus wird zwischen sechs Kategorien unterschieden: ‚vorhanden’, ‚nicht komplett’, ‚Objekt fehlt’, ‚Verbleib unklar’, ‚deakzessioniert’ und ‚verliehen’.

Nicht wenige Bronzen der Berliner Antikensammlung haben durch Brände während ihrer kriegsbedingten Auslagerung im Flakbunker Berlin-Friedrichshain und ein inzwischen nicht mehr angewandtes Restaurierungsverfahren ihre Patina oder Teile ihrer antiken Oberfläche verloren. Aber nur in solchen Fällen, in denen heute wesentliche Teile, wie z. B. der Griff eines Spiegels, der Fuß eines Kandelabers etc., fehlen, heißt der Objektstatus ‚nicht komplett’. Vermißte Objekte, von denen eine Abbildung oder eine ausreichende Beschreibung vorliegen, sind mit ‚Objekt fehlt’ gekennzeichnet. Dies gilt auch für die nach heutiger Kenntnis über 705 im Staatlichen Museum der Bildenden Künste A. S. Puschkin in Moskau identifizierten Objekte. Bei nicht mehr auffindbaren, aber weniger signifikanten und unzureichend dokumentierten Objekten ist der ‚Verbleib unklar’. Der Verbleib der zumeist am Ende des 19. Jahrhunderts an andere Abteilungen der Berliner Museen abgegebenen, ‚deakzessionierten’, und seither nicht mehr von der Antikensammlung verwalteten Bronzen konnte nicht in allen Fällen geklärt werden. Als ‚verliehen’ sind nur langfristige Leihgaben gekennzeichnet.

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