Der Interaktive Katalog
des Münzkabinetts
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Nachrichten


18. April 2015

Provenienz und Vorbesitzerinformationen / Normdaten im IKMK - Online Catalogue now featuring Provenance information and Linked Open Data

Seit dem heutigen Tag sind im Interaktiven Katalog des Münzkabinetts (IKMK) weitere Informationen für dessen Benutzer freigeschaltet: 1) Nennung der Vorbesitzer und Veräusserer von Objekten im Bestand des Münzkabinetts zur Erläuterung des Erwerbungsvorganges 2) Verlinkung und Zugriff auf weitere Normdaten zu Personen inklusive der Medailleure und dargestellten Personen sowie - neu - auf Geodaten zu Münzstätte/Ausgabeort sowie dem Fundort (soweit vorhanden).
Zudem kann jeder Objekteintrag nun gesondert als LIDO-Datei exportiert werden (siehe das Logo unten rechts).

Aus datenschutzrechtlichen Gründen sind Informationen zum Vorbesitzer nur sichtbar, wenn der Erwerbungsvorgang mindestens 70 Jahre zurückliegt, d.h. der heutige Stand erlaubt einen Überblick aufsteigend bis zum Jahr 1945 einschließlich. Ausnahmen hiervon sind jüngere Zugänge durch die öffentliche Hand (z.B. Überweisungen aus Ministerien oder Staatsbanken) sowie Erwerbungen von zeitgenössischen Medailleuren (deren Personeneinträge bereits auf www.medaillenkunst.de einsehbar sind). Veräusserer - hier meist gewerbliche Händler - sind immer sichtbar.
Die Erwerbungsnummer [Acc.] eines Objekts (wenn vorhanden) hat das Formular 'Jahr/laufende Nummer' bzw. 'Jahr Sammlername', also z.B. 1909/241 bzw. 1906 Löbbecke. Das Erwerbungsjahr erschließt sich damit sofort aus der zugehörigen Nummer. Von 1839 bis 1870 sind im Erwerbungsbuch der antiken Münzen die Nummern durchlaufend aufsteigend bis 28965 gezählt. Danach beginnen diese in jedem Jahr neu mit Jahr/1. Das 1946 angelegte und bis zur Rückkehr der Sammlung 1958 geführte Inventar zählt ebenfalls durchgehend auf bis zur 1958/8925.
Aufgrund der bis 1868 gültigen organisatorischen Trennung der Bestände in antike Gepräge einerseits und mittelalterliche und moderne samt Medaillen andererseits, finden sich bis zu diesem Jahr 1868 auch Erwerbungsnummern im Formular '1823 fol. 8,1 (MA Inv.)' bzw. '1858/339-1 (MA Inv.)', welche auf entsprechende Erwerbungsbücher verweisen. Zudem bestand von 1688 bis 1713/1730 ein älteres Erwerbungsbuch der Antiquitätenkammer, dessen Einträge ebenfalls dem Formular Jahr/Seite (folio) folgen.
Für Objekte, welche vor 1839 (der Anlage des ersten modernen Erwerbungsbuches) erworben wurden, ist unter Acc. (wenn nicht genauere Informationen vorliegen) dort 'Alter Bestand (vor 1839)' eingetragen. Für Objekte, die z.B. bereits in Lorenz Begers Thesaurus Brandenburgicus I-III von 1696-1701 erscheinen oder aufgrund anderer Quellen diesem Zeitraum zuzuweisen sind, steht dort 'Alter Bestand (vor 1700)'. Das Kürzel '1685 Pfälzer Sammlung' verweist auf eine Herkunft aus der Kurfürstlichen Pfälzischen Münzsammlung, welche als Erbfall 1685 von Heidelberg nach Berlin gelangt ist (siehe Begers Thesaurus Palatinus), Acc. '1791 Ansbach' bezieht sich auf die seinerzeit durch den preußischen König erworbene Sammlung der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach in Bayreuth.
Aufgrund der Entführung von Sammlung und Bibliothek durch die Rote Armee am Ende des 2. Weltkrieges kam es beim bzw. nach dem Transport in die Sowjetunion zu einer Trennung von Objekten und zugehörigen Unterlagezettel (Kartellen) mit den jeweiligen Herkunfts- bzw. Erwerbungsinformation. Für rund 30 Jahre wurde die Sammlung nach ihrer unerhofften und glücklichen Rückkehr im Jahre 1958 einer Revision unterzogen, um Sammlungsordnung und Herkunft der Stücke anhand von Inventarbüchern und Publikationen rekonstruieren zu können. In jenen Fällen, in denen keine solche Informationen mehr vorliegen, ist unter Acc. heute 'Ohne Nummer' eingetragen. Häufig kann aber anhand der in den Inventarbüchern genannten Bestandszahlen und Belegen für eine frühere Präsentation dieser Stücke in der Dauerausstellung des damaligen Kaiser Friedrich-Museums (heute Bode-Museum) von 1904 davon ausgegangen werden, dass diese Objekte vor dem Beginn des Ersten Weltkrieges in die Sammlung gelangt sind.

Chronologisch absteigende Abfolge der wichtigsten Erwerbungsformulare:

- 1871 bis 1943; 1959 bis heute:
die Erwerbungsnummer [Acc.] eines Objekts hat das Formular 'Jahr/laufende Nummer' bzw. 'Jahr Sammlername', also z.B. 1909/241 bzw. 1906 Löbbecke.
- 1946–1958:
eigenes Inventar für Neuerwerbungen nach Verlust der Sammlung, Formular Jahr/Nr.
- 1839 bis 1870: Jahr/Nr. (Antike)
- Alter Bestand (vor 1839)
nachweislich vor Anlage des Erwerbungsbuches 1839 (s.o.) im Bestand
- 1823–1868 (MA Inv.):
verwaltungstechnische Trennung der Bestände in antike Gepräge einerseits (s.o.) und mittelalterliche und moderne samt Medaillen andererseits, Nutzung eines eigenes Inventars, Formular Jahr/Seite (fol.), teilweise mit zugehöriger Nr., bzw. nur Erwerbungsnr. mitsamt Stücknr.
- 1791 Ansbach
Sammlung der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach
- Alter Bestand (vor 1700)
insbesondere aus Lorenz Begers Thesaurus Brandenburgicus Band I-III von 1696–1701. Band 3 enthält die Neuerwerbungen seit 1685.
- 1688 bis 1713/1730:
ein älteres Erwerbungsbuch der Antiquitätenkammer, dessen Einträge ebenfalls dem Formular Jahr/Seite (folio) folgen.
- 1685 Pfälzer Sammlung
insbesondere aus L. Begers Thesaurus ex thesauro Palatinus selectus von 1685

Downloads:
Erläuterung zu Erwerbungsnummern (Deutsch) Reading Accession nos. (English)

Links:
Ein Kaiser und drei Sammler Ein Kaiser, ein Händler und drei Sammler Ein Papst, sein Medailleur und ein berühmter Sammler Aus den Sammlungen Biedermann, Gabelentz und Kardinal Albani Aus dem Besitz der Königin Christina von Schweden Bei dem Berliner Händler Felix Schlessinger erworben

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IKMK erreicht 20.000er Marke

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20. Mai 2013

20. Mai 2013. Zum sechsten Geburtstag des Interaktiven Kataloges (Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin)

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21. Februar 2013

19.000 Münzen, Medaillen und weitere Objekte online im IKMK

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Das Münzkabinett und Web 2.0. Interaktive Wege zu Normdaten, Münzherren, GND und Wikipedia

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24. September 2012

Ask a Curator Day 2012

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3. September 2012

18.000 Einträge online im IKMK

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25. Mai 2012

Sammlungsbestand erschlossen: Goldmünzen des Domitianus

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3. Mai 2012

Sammlungsbestand erschlossen: Münzen der Kaiser Otho und Vitellius

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5. April 2012

Sammlungsbestand erschlossen: Goldmünzen des Constantinus I.

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25. März 2012

Datenbank 'Medaillen in Deutschland von 1871 bis heute' am 25. März 2012 freigeschaltet

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