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Sturm, Paul: Sanitäter (Amen)
1914-1917


 
Temporäre Ausstellungen
TAU-008 Medaillen Erster Weltkrieg

Vorderseite
AMEN. Ein deutscher Sanitätssoldat mit Rotkreuzarmbinde betet über einem gerade verstorbenen Soldaten das 'Amen'. Im Hintergrund ein Stacheldrahtverhau. Unten Aufschrift.

Medailleur
Prof. Paul Sturm info dnb viaf
Münzstand
Privatausgabe
Datierung
1914-1917

Material
Bronze
Gewicht
142,46 g
Durchmesser
110 mm

Münzstätte
Berlin nomisma
Region
Brandenburg
Land
Deutschland

Literatur
W. Steguweit (Hrsg.), Die Medaille und Gedenkmünze des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Die Kunstmedaille in Deutschland 14 (2000) 37 Nr. 88 (dieses Stück); J. Menadier, Der Geist der deutschen Schaumünze zur Zeit des Weltkrieges, BMF 52, 1917, 215; R. Grund, Der Bildhauer und Medailleur Paul Sturm. Leben und Werk des Künstlers unter Berücksichtigung seines Beitrages zur Erweckung des Steinschnittverfahrens (1986) 92 Nr. 92.

Sachbegriff
Modell
Abteilungen
Medaillen, 20. Jh. bis heute

Accession
1922/846
Vorbesitzer
1. Julius Menadier info dnb viaf wikipedia

Bildhauer und Medailleur.

Lehre als Holzbildhauer, Aufenthalte in München, Zürich, Lausanne und Lyon, 1884 Rückkehr nach Leipzig, Besuch der Akademie für Graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig, 1903 Sieger im Wettbewerb um die Preismedaille der Dresdner Städteausstellung, 1904 Teilnahme an der Weltausstellung in St. Louis, 1906 Verleihung des Professorentitels durch die Königlich Sächsische Regierung, 1906 Bewerbung um die Stelle eines Medailleurs an der Berliner Münze auf Empfehlung des Direktors des Berliner Münzkabinetts Julius Menadier, 1908 Beginn seiner Tätigkeit in der Prägenanstalt, 1919 vorzeitige Pensionierung aus gesundheitlichen Gründen, Umzug nach Bad Frankenhausen mit seiner zweiten Ehefrau, der Medailleurswitwe Hedwig Weckwerth.

Werke: zahlreiche Münz- und Medaillenstempel, von denen die im preußischen Staatsauftrag geschaffenen im ehemaligen Stempelarchiv der Berliner Münze im Berliner Münzkabinett aufbewahrt werden.

Lit. (Auswahl): J. Zeitler, Steinschnitte, Medaillen und Plaketten von Paul Sturm. Leipzig 1905; R. Grund, Der Bildhauer und Medailleur Paul Sturm. Leben und Werk des Künstlers unter Berücksichtigung seines Beitrages zur Wiedererweckung des Steinschneideverfahrens. Diplomarbeit. Leipzig (1986); R. Grund, Das Schaffen des sächsischen Medailleurs Paul Sturm während der Anstellung an der preußischen Staatsmünze in Berlin, Numismatische Beiträge 2, 22, 1989, 59-61; E. Bannicke, Das Friedrich-Franz-Alexandra-Kreuz für Werke der Nächstenliebe von Mecklenburg Schwerin, Beiträge zur brandenburgisch/preußischen Numismatik, NH 14, 2006, 141-155.

Seit 1884 im Münzkabinett. Von 1898 bis 1919 dessen Direktor (zusammen mit Heinrich Dressel).

Baute die Mittelaltersammlung des Münzkabinett sowie die Schausammlung im Kaiser-Friedrich-Museum auf. Ab 1914 verantwortlich für die Medaillenedition zum Ersten Weltkrieg (Freunde der Deutschen Schaumünze).

Lit.: A. Suhle, Berliner Museen. Berichte aus den Preußischen Kunstsammlungen 60, 1939, 34-37; T. Hoffmann, Berliner Münzblätter 1929, 499-511; R. Gaettens, Blätter für Münzfreunde 1939, 373 f; P. Berghaus, GGN 1999, 149-153; B. Kluge, GGN 2004, 213-222; B. Kluge, Das Münzkabinett. Museum und Wissenschaftsinstitut. Das Kabinett 9 ²(2005) 23-25.

Objektnummer
18234817
LIDO
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