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Nachrichten

Victor Huster. Entscheidung über Deutschen Medailleurpreis „Johann Veit Döll“ für 2012 (von Matthias Rolfs)

16. Dezember 2011

Die Jury für den Deutschen Medailleurpreis „Johann Veit Döll“ tagte am 2.12.2011 im Dresdner Münzkabinett. Sie hat die Entscheidung über diesen bedeutenden deutschen Kunstpreis getroffen, der im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst am 6. Oktober 2012 in Berlin vergeben wird.

Zum vierten Mal vergeben die Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst und die Stadt Suhl 2012 den Deutschen Medailleurpreis. Bisherige Preisträger sind Peter Götz Güttler (Entwurf)und Ralf Exner (Ausführung), Dresden, mit ihrer Tsunami-Medaille (2006), Hubertus von Pilgrim, München, mit seiner Medaille „Löwe und Maus“ (2008) und Arthur K. Grupp, Tiefenbronn, mit seiner Medaille „Kinderarmut“ (2010). Die Jury wählte den Medailleurpreis aus dem deutschen FIDEM-Beitrag für Glasgow 2012 aus, der am 1.12.2011 ebenfalls in Dresden juriert wurde. Mit großer Mehrheit entschied sich die Jury für die beeindruckende Luther-Medaille von Victor Huster. Sie entstand für die IARCM (International Association of reformation coins and medals. Huster war bereits beim Deutschen Medailleurpreis 2006 mit zwei Arbeiten unter den Top Ten des Preises vertreten (Metallwarenfabrik Esslingen, 2004 und Einstein-Formel 2005).
Victor Huster, 1955 in Baden-Baden geboren, durchlief von 1971 bis 1976 Ausbildungen und Studien zu Schmuckdesign, Plastik, Gravur, Goldschmieden, Werkzeugbau und industrieller Prägetechnik. Victor Huster begann bereits im Alter von 17 Jahren erste Medaillen zu prägen. 1971–1973 absolvierte er eine Ausbildung an der Goldschmiedeschule in Pforzheim. 1975 schloss sich ein Volontariat in einer Prägefabrik an. 1976 ließ sich Huster als selbständiger Medailleur mit eigenem Atelier in Baden-Baden nieder, 1977 folgte die Eröffnung der eigenen Prägeanstalt »Medaillen-Cabinet«. 1982–1985 arbeitete Huster zeitweilig in Jerusalem und Petah-Tiqvah (Israel). Hier konnte er neben diversen Staatsmedaillen auch Gedenkmünzen und die Umlaufmünze zu 1 Schekel gestalten. Seit 1982 errang der Künstler 23 Preise bei Wettbewerben für Gedenkmünzen. Im Jahr 2001 erreichte sein OEvre über 500 Objekte.

Der beschränkt ausgelobte Förderpreis für einen jungen Künstler wurde von der Jury nicht vergeben. Die Ausschreibung wird inhaltlich ergänzt wiederholt.

Fotonachweis: Mirko Schöder

Downloads:
Vorderseite der Medaille
Rückseite der Medaille
Vollständige Nachricht von M. Rolfs zur Jurierung in Dresden am 2. Dezember

Links:
Pressemitteilung des Auftragebers für die Medaille, der International Association of Reformation Coins and Medals
Homepage von Victor Huster

Christian Höpfners Medaille auf Bernd Kluge

Zum 4. Oktober 2014

Anlässlich der Verabschiedung von Prof. Dr. Bernd Kluge als Direktor des Münzkabinetts fertigte der Bildhauer Christian Höpfner eine Porträtmedaille im Auftrag der Numismatischen Gesellschaft zu Berlin.

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