Ausstellung

Home

Einführung

Im Zentrum der Ausstellung »Roads of Arabia« stehen die archäologischen Zeugnisse aus den Oasen des Königreiches Saudi-Arabien. Entlang der historischen Handels- und Pilgerrouten wurden in den letzten Jahrzehnten von saudischen Universitäten und der Saudischen Kommission für Tourismus und Altertümer in Zusammenarbeit mit internationalen Kollegen faszinierende Objekte freigelegt. Die beeindruckenden Kunstwerke sind chronologisch nach Fundorten gegliedert und, angeregt durch die Landschaft Saudi-Arabiens, in abstrakten Felslandschaften inszeniert.

Die Ausstellung beginnt mit den ältesten Perioden der Vorgeschichte und den ersten Stadtkulturen. Durch die Domestizierung des Dromedars, vor mehr als 3000 Jahren, wurde auf der Arabischen Halbinsel Handel über große Strecken möglich. Der Bedarf an Weihrauch aus Südarabien führte besonders ab dem 8. Jahrhundert zu einem Aufschwung des Karawanenhandels und der dortigen Oasenstädte. Als in der Spätantike kultische Rauchopfer immer seltener wurden, verlor der einst wichtige Handelsweg, die »Weihrauchstraße« an Bedeutung. Mit dem Aufkommen des Islam seit dem frühen 7. Jahrhundert erlebten die Karawanenrouten eine erneute Blütezeit. Mekka, die Wirkungsstätte Muhammads, wurde als religiöses Zentrum Ziel der jährlichen Wallfahrten (»hajj«). Über die Pilgerrouten kamen Menschen und Waren aus vielen verschiedenen Ländern auf die Arabische Halbinsel, ab 1907 auch über die berühmte Mekka-Bahn. Die Zeitreise endet mit der Gründung des heutigen Staates Saudi-Arabien im Jahre 1932.

Forschungsprojekte des Deutschen Archäologischen Instituts, des Zentrums Moderner Orient und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften werden ergänzend als internationale Wissenschaftskooperation Berliner Institutionen präsentiert.