Highlight der Woche: Archiv

Do 02.02. - Mi 08.02.: Begräbnisstele ("Augenstele")

 Bei den „Augenstelen“ handelt es sich um Grabmonumente von verstorbenen Personen, die als charakteristisches Merkmal ein stilisiertes menschliches Antlitz zeigen. Unter dem Gesicht ist häufig eine aramäische Inschrift mit Namen und Abstammung des Toten angebracht, sie erlaubt eine Datierung der Stelen in das 5. - 4. Jahrhundert v. Chr. Andere Stelen zeigen nur ein Augenpaar. 

  • "Augen-Stele", 5. - 4. Jh. v. Chr., Sandstein, H: 72 cm, B: 26 cm, T: 15 cm, Fundort: Tayma
    "Augen-Stele", 5. - 4. Jh. v. Chr., Sandstein, H: 72 cm, B: 26 cm, T: 15 cm, Fundort: Tayma
  • Detailausschnitt, "Augen-Stele"
    Detailausschnitt, "Augen-Stele"
  • Detailausschnitt, "Augen-Stele"
    Detailausschnitt, "Augen-Stele"

Auch in Tayma' wurden einige dieser Grabstelen entdeckt. Sie lagen jedoch nicht mehr an ihrem ursprünglichen Platz, sondern in Gräbern des späten 1. Jahrtausends v. Chr., in denen sie, offenbar in nachträglicher Verwendung, als Abdeckplatten benutzt wurden. Diese Grabstelen dokumentieren, als bislang einzige Objektgruppe, den künstlerischen Einfluss Südarabiens im Nordwesten der Arabischen Halbinsel.

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