Gouache; 46,4 x 61,5 cm
SM 22c.121
Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett

K. F. Schinkel: Wolfgang Amadeus Mozart »Die Zauberfl├Âte«, Entwurf zur Sternenhalle im Palast der K├Ânigin der Nacht, 1815

1815 begann Schinkels intensive Beschäftigung mit dem Theater. Innerhalb von anderthalb Jahrzehnten schuf er für rund vierzig Opern und Schauspiele Bühnenbilder, von denen sich über hundert in Entwürfen erhalten haben. Für die »Zauberflöte« gestalte Schinkel sämtliche zwölf Dekorationen neu, darunter auch den berühmten Prospekt für die Sternenhalle im Palast der Königin der Nacht. Die »Zauberflöte« war die erste Neuinszenierung des Grafen Brühl, unter dessen Intendanz das Berliner Theater eine Blütezeit erlebte, woran Schinkel mit seinen Bühnenbildern erheblichen Anteil hatte. Entsprechend groß und enthusiastisch war das Echo nach der ersten Aufführung der als »romantisch« verstandenen »Zauberflöte« am 18. Januar 1816 im Opernhaus Unter den Linden. Im 20. Jahrhundert wurde die Zauberflöte im Schinkelschen Bühnenbild mehrfach neu inszeniert, so um 1930 in Königsberg und wenige Jahre später am Charlottenburger Opernhaus sowie 1994 an der Staatsoper Berlin. Als Motiv taucht der Sternenhimmel auch wiederholt in Schinkels Werk auf.