K. F. Schinkel: Gro├če Neugierde, 1835-37

Unmittelbar nachdem die Glienicker Brücke eingeweiht worden war, errichtete Schinkel in deren unmittelbarer Nähe die Große Neugierde, deren erhöhte Lage es den Bewohnern von Schloss Glienicke erlaubte, den Verkehr auf der Königstraße zu beobachten, ohne dass sie selbst gesehen wurden. 16 Säulen umstehen einen runden Kern und tragen ein flach geneigtes Dach. Bekrönt wird der Bau durch einen Aufsatz in Form des antiken Lysikrates-Monuments in Athen, zu dem der Bruder des Prinzen Karl, Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.) die Anregung gegeben haben dürfte. Die Große Neugierde wurde 1907 beim Neubau der Glienicker Brücke und erneut 1938 im Zuge der Verbreiterung der Königstraße verschoben, wodurch die ursprünglichen Sichtbeziehungen in die Potsdamer Parklandschaft verloren gingen.