SMB Metropolitan Museum of Art

Highlights

Antonello da Messina (ca. 1430 – 1479)

Antonello wurde um 1430 in Messina geboren, wo er eine florierende Malerwerkstatt betrieb und 1479 starb. Sein künstlerischer Ruhm ging weit über die Grenzen Siziliens hinaus, denn er vereinte in seinem Schaffen Eigenheiten und Errungenschaften der italienischen Malerei mit denen der altniederländischen Kunst. Ob er selbst in die Niederlande gereist ist, bleibt fraglich. Es gilt aber als sicher, dass er viele Werke niederländischer Meister in Italien studieren konnte. Antonello wird traditionell die Einführung der Ölmalerei in Italien zugeschrieben, eine Technik, die der Legende nach nördlich der Alpen durch Jan van Eyck entwickelt wurde. In diesem Zusammenhang ist Antonellos Aufenthalt in Venedig in den Jahren 1475-76 von größter Bedeutung, denn die neue Malweise des Sizilianers prägte die Kunst seines Konkurrenten Giovanni Bellini und die venezianische Malerei des ausgehenden 15. Jahrhunderts ganz entscheidend.
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Bellini, Giovanni (ca. 1431 – 1516)

Giovanni Bellini, auch Giambellino genannt, wurde als Sohn des Malers Jacopo Bellini und etwas jüngerer Bruder von Gentile um 1431 in Venedig geboren. Seine Heiligenbilder und Bildnisse sowie seine mythologischen und allegorischen Gemälde sind bekannt für ihre ausgewogenen Figurenkompositionen vor atmosphärischen Landschaften. Giovanni wurde 1483 zum offiziellen Maler der Republik Venedig ernannt und noch 1506 bezeichnet Albrecht Dürer ihn als "zwar sehr alt, aber immer noch den besten im Malen". Giovanni Bellini gilt als einer der Begründer der venezianischen Malerei der Hochrenaissance und neben Giorgione als einer der bedeutendsten Maler seiner Zeit. Er starb 1516 in seiner Heimatstadt
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Botticelli, Sandro (ca. 1445 – 1510)

Botticelli (bedeutet Fässchen auf italienisch) wurde um 1445 als Alessandro Filipepi in Florenz geboren, wo er 1510 auch starb. Nach einer kurzen Lehre bei einem Goldschmied erhielt er seine Ausbildung zum Maler bei Fra Filippo Lippi. Bald führte er eine eigene Werkstatt und arbeitete für die wichtigsten Florentiner Familien, allen voran die Medici. Er schuf zahlreiche bedeutende Portraits, mythologische Szenen (Geburt der Venus, Florenz, Uffizien) und Altarbilder (Bardi-Altar, Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin). Mit seinem schönlinigen und eleganten, zuletzt auch dramatisch-expressiven Stil gilt Botticelli als einer der bedeutendsten Meister der Florentiner Frührenaissance.
Bildnis des Giuliano de´ Medici
Portrait einer Dame am Fenster
Profilbildnis einer jungen Frau (Simonetta Vespucci?)

Leonardo da Vinci (1452 – 1519)

Leonardo wurde in der kleinen toskanischen Stadt Vinci geboren. Seine Ausbildung erhielt er in der Werkstatt des Malers und Bildhauers Andrea del Verrocchio in Florenz. Seit den frühen 1480er Jahren war er als Hofkünstler für den Herzog von Mailand tätig. In dieser Stadt schuf er auch sein berühmtes Fresko mit dem Letzten Abendmahl. Daneben widmete er sich naturwissenschaftlichen, anatomischen und technischen Studien und entwarf Maschinen und kuriose Apparaturen. Zwischen 1500 und 1506 kehrte er nach Florenz zurück, wo er unter anderem das berühmte Portrait der Mona Lisa malte. 1517 folgte er einem Ruf König Franz I. nach Frankreich, wo er 1519 hochgeehrt starb.
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Mantegna, Andrea (1430/31 – 1506)

Andrea Mantegna (geb. 1430/31 in Isola di Carturo bei Padua, gest. 1506 in Mantua) gehört zu den bedeutendsten Renaissance-Künstlern überhaupt. In seinen Werken verband der Maler, der auch ein hervorragender Kupferstecher war, meisterliche Kompositionen, eine virtuose Beherrschung perspektivischer Verkürzung (Toter Christus, Mailand, Brera) mit einer profunden Kenntnis der antiken Kultur. Von seinen Zeitgenossen wurde er nicht nur wegen seines Könnens sondern auch wegen seines Wissens hoch geschätzt. Lange Jahre war Mantegna als privilegierter Hofkünstler für die Gonzaga in Mantua tätig, für die einige seiner Meisterwerke, darunter die berühmten Fresken der sog. Camera degli Sposi entstanden. Gerade auch seine Portraits mit ihrer monumentalen Auffassung, treffenden Charakterisierung und plastischen Modellierung zählen zu den herausragenden Werken des 15. Jahrhunderts.
Kardinal Ludovico Trevisan
Portrait des Francesco II. Gonzaga

Pisanello (1395 - 1455)

Antonio Pisano genannt Pisanello (geb. 1395 in Pisa oder Verona, gest. 1455) ist einer der originellsten Künstler des frühen 15. Jahrhunderts und gehörte zu den gefragtesten Meistern seiner Zeit. So verbrachte er sein Leben an den wichtigsten Höfen Italiens, er stand in den Diensten der Herren von Mantua, Ferrara, Pavia, Mailand und Neapel. Berühmt sind seine prächtigen Wandmalereien mit ihrer märchenhaft anmutenden Atmosphäre (Der hl. Georg befreit die Prinzessin, Sant'Anastasia in Verona) und seine eleganten höfischen Portraits (Leonello d'Este, Bergamo, Accademia Carrara), daneben war er ein äußerst produktiver Zeichner. Pisanello gilt außerdem als der Erfinder der Renaissance-Medaille. Seine mit großer Feinheit ausgeführten Medaillenportraits waren unter den Großen seiner Zeit besonders beliebt, sie zeigen auf der Vorderseite ein Profilbildnis nach antikem Vorbild, auf der Rückseite eine allegorische Szene, die sich ebenfalls auf den Dargestellten bezieht.
Medaille auf Johannes VIII. Palaiologos
Portrait des Leonello d'Este

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Agnolo di Domenico del Mazziere (1466 – 1513)

Agnolo di Domenico del Mazziere wurde 1466 in Florenz geboren und starb dort 1513. Zusammen mit seinem älteren Bruder Donnino (1460 – nach 1515), der wohl vorwiegend als Geschäftsführer fungierte, führt er seit den späten achtziger Jahren des 15. Jahrhunderts eine eigene, recht produktive Werkstatt, die Altargemälde (u.a. für die Kirche Santo Spirito, daher der frühere Notname Maestro di Santo Spirito), Fresken und auch Portraits ausführte. Beide Brüder hatten ihre Ausbildung bei dem Florentiner Cosimo Rosselli erhalten, mit dem Agnolo zeit seines Lebens eng befreundet blieb und der ihn auch künstlerisch stark beeinflusst hat. Mit ihrer Kunst stehen die Brüder für eine solide handwerkliche Tradition, die in Florenz bis ins 16. Jahrhundert hinein fortgeführt wird.
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Andrea d'Assisi (L'Ingegno) (dok. 1484 - 1521)

Über den umbrischen Künstler Andrea d'Assisi, genannt L'Ingegno, ist nur wenig bekannt. Er war in den 1480er Jahren in der Werkstatt Peruginos tätig und soll 1481/82 an den Fresken der Sixtinischen Kapelle mitgewirkt haben. Auch ist es belegt, dass er Perugino 1490 nach Orvieto begleitete. Problematisch bleibt jedoch, dass es weder signierte noch anderweitig dokumentierte Werke des Künstlers gibt, weshalb alle Zuschreibungen an ihn auf stilistischer Basis fußen.
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Bellini, Gentile (ca. 1429 – 1507)

Gentile Bellini wurde als ältester Sohn des Malers Jacopo Bellini um 1429 in Venedig geboren und ging wie sein jüngerer Bruder Giovanni bei seinem Vater in die Lehre. Als offiziellem Maler der Republik Venedig, ein Amt, das er seit 1474 innehatte, oblag ihm insbesondere die Anfertigung von Staatsbildnissen und protokollarisch-narrativen Darstellungen festlicher Ereignisse, in denen er die die kostbaren Kostüme und markanten Züge der venezianischen Patrizier und jeweiligen Dogen sowie die topographischen Gegebenheiten seiner Heimatstadt festhielt. Besondere Berühmtheit erlangte er durch seine Berufung an den Hof des Sultans nach Konstantinopel im Jahr 1479, an den uns heute noch das Bildnis von Sultan Mehmet II in der National Gallery London erinnert. Obwohl sein Ruhm als Portaitmaler sich durch diesen prestigeträchtigen Auftrag noch mehrte, stand er künstlerisch nach seiner Rückkehr zunehmend im Schatten seines Bruders. Er starb 1507 in Venedig.
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Benedetto da Maiano (ca. 1442 – 1497)

Zweifelsfrei zählt Benedetto da Maiano (geb. um 1442 in Maiano, bei Fiesole, gest. 1497 in Florenz) zu den Hauptmeistern der Bildhauerei. Zudem war er ein renommierter Architekt. Wichtige Aufträge führte er für Faenza, San Gimignano, Loreto und Neapel aus. Unter seinen bedeutenderen Mäzenen ist der Florentiner Bankier Filippo Strozzi. Neben der berühmten Portrait-Büste Strozzis schuf Benedetto auch das Strozzi-Grabmal in der Florentiner Kirche Santa Maria Novella (nach 1491). Benedettos Werk wurde von den Bildhauern Antonio Rossellino und Desiderio da Settignano beeinflusst, zudem weist es Berührpunkte mit der Kunst des Domenico Ghirlandaio auf. Benedettos Arbeiten zeichnen sich durch Naturnähe und Detailreichtum sowie durch eine sorgfältige Oberflächenbehandlung aus, was insbesondere für seine Portrait-Büsten zutrifft.
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Desiderio da Settignano (1428/31 – 1464)

Desiderio di Bartolomeo di Francesco (gen. da Settignano) wurde zwischen 1428 und 1431 in Settignano bei Florenz geboren, er starb 1464 in Florenz. Der Bildhauer zählt zu den wichtigsten Meistern der italienischen Renaissance. Größte Qualität erreichte er in seiner Portrait-Kunst, mehrere Büsten und Profilbildnisse (Reliefs) haben sich von seiner Hand erhalten. Desiderio wurde vermutlich in der Werkstatt Donatellos ausgebildet. Sein Hauptwerk ist das Grabmal des Florentiner Kanzlers Carlo Marsuppini in der Kirche S. Croce zu Florenz. Darüber hinaus hat der Künstler zahlreiche Bildwerke, zumeist Statuen von Heiligen, für Florentiner Kirchen ausgeführt. Ein wesentliches Merkmal seiner Kunst ist die delikate Oberflächenbehandlung seiner Marmorskulpturen, bei denen er regelrecht in den Stein "zeichnet".
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Ghirlandaio, Davide (1452 – 1525)

Davide Ghirlandaio wurde 1452 in Florenz geboren und starb dort 1525. Wie sein älterer und bekannterer Bruder Domenico absolvierte er zunächst eine Ausbildung als Goldschmied und arbeitete später in der Werkstatt des Bruders, der ihn wohl an seinen großen Aufträgen, den Freskenzyklen in Santa Maria Novella und Santa Trinità in Florenz beteiligte. Als selbständiger Maler weniger profiliert, war Davide vor allem auch als Mosaizist tätig und genoss als solcher hohes Ansehen (Vasari).
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Laurana, Francesco (um 1420 - 1502)

Der Bildhauer, Medailleur und Architekt Francesco Laurana (um 1420 - 1502) zählt zu den bedeutendsten Bildhauern des Quattrocento. Geboren im damals venezianischen Dalmatien, war er u.a. in Ragusa, dem heutigen Dubrovnik, in Neapel, Sizilien und Südfrankreich tätig, wodurch er in seinem Oeuvre die Einflüsse verschiedener Kulturkreise verarbeitete. Zu seinen bedeutendsten Werken zählen neben den südfranzösisch beeinflussten Madonnenfiguren verschiedene Frauenbüsten - insgesamt neun werden ihm zugeschrieben - in denen er individuelle Züge mit einer stilisierten Formensprache verband.
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Lippi, Fra Filippo (ca. 1406 – 1469)

Filippo di Tommaso Lippi gilt als herausragende Persönlichkeit der italienischen Frührenaissance. Er wurde um 1406 wahrscheinlich in Florenz geboren und starb 1469 in Spoleto (Umbrien). Schon früh legte er das Mönchsgelübde ab und trat in den Florentiner Karmeliter-Konvent ein, daher seine Bekanntheit als Fra (=Bruder) Filippo. Neben Fresken (in Prato und Spoleto) schuf Lippi zahlreiche Tafelbilder. Seine Kompositionen zeichnen sich durch einen neuartigen monumentalen Figurenstil aus. Im Gefühlsausdruck, in der Eleganz der Bewegung sowie in der kostbaren Materialgestaltung bleiben seine Gestalten jedoch der spätgotischen Formensprache verbunden. Lippi ist Autor der beiden frühesten bekannten weiblichen Profilbildnisse (um 1440), von denen sich eines in New York und das andere in Berlin befindet; beide sind in der Ausstellung zu sehen.
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Mino da Fiesole (1429 – 1484)

Der Marmorbildhauer Mino da Fiesole (auch Mino di Giovanni genannt) wurde 1429 in Poppi (Toskana) geboren und starb 1484 in Florenz. Über seine Ausbildung ist nichts bekannt, man hat jedoch in Anlehnung an Vasari eine Lehrzeit bei dem allerdings fast gleichaltrigen Desiderio da Settignano angenommen. Mino war hauptsächlich in Florenz tätig, daneben sind jedoch auch zwei mehrjährige Aufenthalte in Rom bezeugt. Hier entstand auch die Büste des Niccolò Strozzi.
Seine große Werkstatt schuf bedeutende Grabmäler in Rom (u.a. in Santa Maria sopra Minerva) und Florenz (Badia), Altäre und Tabernakel. Von besonderer Bedeutung sind seine Portraitbüsten mit ihrer virtuosen Oberflächenbehandlung und ihrer prägnanten Charakterisierung der Dargestellten. Sie stehen am Anfang der Neubelebung dieser antiken Gattung und markieren bereits ihren frühen Höhepunkt.
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Pollaiuolo, Antonio del (1431/32 – 1498)

Antonio di Jacopo de Benci (geb. 1431/32 Florenz, gest. 1498 Rom) wird stets mit seinem jüngeren Bruder Piero (1441/43 - 1496) in einem Atemzug genannt, denn beide betrieben anfangs eine gemeinsame Werkstatt. Der Namenszusatz "del Pollaiuolo" verweist auf den Beruf des Vaters, der offenbar Geflügelhändler war (ital. pollo = Huhn). Es ist nicht immer leicht, die Werke der beiden Künstler stilistisch auseinander zu halten. Antonio war auch als Goldschmied tätig und erfreute sich bereits 1450 einiger Bekanntheit unter den Zeitgenossen. Er produzierte auch Zeichnungen, Kupferstiche und Gemälde. In Florenz ist er in den 1460er Jahren, gemeinsam mit seinem Bruder, auch als Wandmaler aktiv. Gegen Ende ihrer Karriere sind die Pollaiuolo-Brüder sogar in Rom belegt, wo sie an den Bronze-Grabmälern der Päpste Sixtus IV. und Innozenz VIII. im Petersdom arbeiten.
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Signorelli, Luca (1445/50 – 1523)

Der Maler war Schüler des Piero della Francesca und stammt aus Cortona, wo er 1445/50 geboren wurde; er starb ebendort 1523. Nach ersten Aufträgen für Arezzo und das Umland stand Signorelli in den 1470er Jahren in Kontakt zum Hofe von Urbino, wo auch Bramante, Francesco di Giorgio und Justus von Gent tätig waren. Der offenbar sehr mobile Künstler war auf dem Höhepunkt seiner Karriere auch für Auftraggeber aus Perugia, Città di Castello, Volterra und Siena aktiv. Zu seinen Hauptwerken zählen der Freskenzyklus im bei Siena gelegenen Konvent von Monte Oliveto Maggiore (1498/99) sowie die berühmte Weltgerichtsdarstellung im Dom zu Orvieto (1499 - 1504). Signorelli gilt als einer der bedeutendsten Maler des letzten Viertels des 15. und des frühen 16. Jahrhunderts.
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