Welten der Muslime

Neue Dauerausstellung im Ethnologischen Museum Berlin

Auf insgesamt 850 qm und in vier Ausstellungsräumen behandelt die Ausstellung „Welten der Muslime“ verschiedene Themen, die für die Selbst- und Fremdwahrnehmung von Muslimen bis heute eine wichtige Rolle spielen: Am Beispiel von Architektur wie einer reich verzierten Wand eines Gästehauses aus Afghanistan wird die geschlechtsspezifische Nutzung von Raum und die heute kontrovers diskutierte Zuordnung der Frau zum privaten, die des Mannes zum öffentlichen Raum thematisiert. Anhand der herausragenden Sammlungsbestände aus Turkestan, dem heutigen Zentralasien, wird der Frage nachgegangen, was uns historische Objekte über die Identität und das Selbstverständnis ihrer Herkunftsgesellschaft erzählen können und welche Bedeutung sie für die Gegenwart dieser Gesellschaften spielen. Die Vielschichtigkeit der Religion des Islam, seine orthodoxen und mystischen Dimensionen sowie Phänomene der alltäglichen religiösen Praxis werden am Beispiel von Objekten unterschiedlichster muslimischer Provenienz verdeutlicht. 

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